Zwischen Bognergasse und Ballhausplatz.Mit Nikolaus (Niko) Hutter & Felix Geyer

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Freundlichkeit ist Arbeit. Kunstverkauf auch.

Im Schwarzen Kameel begegnet Pablo Meier Schomburg täglich den unterschiedlichsten Menschen. Seit dem Lockdown hat er einen zweiten Beruf als Maler. Im Gespräch mit Niko verbindet er beide Tätigkeiten durch eine praktische Erfahrung: Gute Arbeit allein findet ihr Publikum noch nicht. Man muss auf Menschen zugehen, Beziehungen pflegen und zugleich die eigenen Grenzen kennen.

Pablo Meier-Schomburgs farbenreiches Gemälde The Destroyed Kiss von 2025.

Gelassenheit am Gästetisch

Kommt ein Gast grantig ins Lokal, versucht Pablo besonders freundlich auf ihn zuzugehen. Er beschreibt, wie sich die Stimmung im Lauf eines Abends verändern kann. Gute Bewirtung und ein ruhiger Umgang nehmen Druck aus der Situation. Eine Garantie gibt es dafür nicht. Wenn ein Gast Grenzen überschreitet, muss er diese auch deutlich machen.

Dahinter steht ein klarer Anspruch an den Umgang miteinander. Respekt soll nicht davon abhängen, wer gerade das Essen bringt. Pablo beobachtet, dass manche Gäste mit ihm anders sprechen als mit jüngeren Mitarbeitern. Diese Erfahrung zeigt, wie viel die Arbeit in der Gastronomie mit Aufmerksamkeit und Haltung zu tun hat.

Der zweite Beruf braucht ein Publikum

Die Malerei bekam im Lockdown einen neuen Platz in seinem Leben. Pablo kaufte Material und begann intensiv zu arbeiten. Als er seine Bilder auf Instagram zeigte, erfuhren auch Menschen aus seinem Umfeld und Gäste des Kameels von dieser Seite. Die bestehenden Kontakte halfen ihm dabei, seine Arbeit sichtbar zu machen.

Aus der Leidenschaft wurde damit eine weitere berufliche Aufgabe. Zur Zeit im Atelier kommen Gespräche, Termine und die Suche nach Möglichkeiten, Bilder zu zeigen und zu verkaufen. Pablo vermarktet sich bisher selbst. Eine Galerie müsste für ihn genug zusätzliche Arbeit und Verkäufe leisten, damit sich ihr Anteil am Erlös rechnet.

Preise brauchen eine nachvollziehbare Entwicklung

Für die nächsten Schritte setzt er auf persönliche Begegnungen. Ein Katalog und ein Informationsprospekt sollen Gespräche mit Galeristen unterstützen. Bei Besuchen in europäischen Städten will er zugleich den Markt kennenlernen und Museen besuchen. Die Beschäftigung mit anderen Arbeiten verändert für ihn auch den eigenen Blick auf Kunst.

Bei den Preisen bleibt er vorsichtig. Einen einmal verlangten Betrag später stark zu senken, würde frühere Käufer vor den Kopf stoßen. Lieber will er seine Arbeit schrittweise am Markt platzieren. Das Gespräch führt so vom freundlichen Umgang am Tisch zu einer ähnlichen Aufgabe im Atelier: Menschen ernst nehmen, sichtbar bleiben und die eigene Arbeit mit Geduld weiterentwickeln.

Das Gespräch zum Artikel

EpisodencoverPablo Meier-Schomburg: Wie wird der Zirkusdirektor vom Kameel zum Künstler?Video, Zusammenfassung & Transkript

Mit KI aus der Podcastfolge erstellt und anhand der Gesprächsstellen redaktionell geprüft. Einordnungen geben die Diskussion zum Zeitpunkt der Aufnahme wieder.

Gesprächsstellen und EntstehungFundstelle · ca. 17:43 Fundstelle · ca. 18:23 Fundstelle · ca. 19:14 Fundstelle · ca. 20:34 Fundstelle · ca. 21:13 Fundstelle · ca. 21:56 Fundstelle · ca. 25:10 Fundstelle · ca. 26:35 Fundstelle · ca. 36:07 Fundstelle · ca. 36:56 Fundstelle · ca. 37:52 Fundstelle · ca. 43:35 Fundstelle · ca. 44:33 Fundstelle · ca. 50:29

Erstellt am 31.10.2026. Die Übersicht ordnet den Text beim Veröffentlichungsdatum der zugehörigen Folge ein.