Der Sommer ist politisch immer eine interessante Zeit. Es ist eine Zeit, wo die meisten Menschen im politischen Umfeld, wie auch die meisten arbeitenden Menschen in Österreich den Sommer genießen, früher in Italien, in Jesolo, wie manche politische Politiker das in den letzten Wochen auch gerne gepostet haben, Urlaub wie damals, wenn sie nicht Urlaub in Österreich gerade gemacht haben, andere Fliegen weiter weg. Und es ist auch immer die Zeit, wo Themen, die sonst wahrscheinlich nicht so eine extreme Aufmerksamkeit bekommen,
Was bleibt vom Sommerloch?
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Niko und Felix fragen, welche Aufreger des politischen Sommers tatsächlich Folgen haben. Von Kinderbetreuung und öffentlicher Empörung führt das Gespräch zu Dürre, Landwirtschaft, Klimazielen und ungelösten Standortfragen.
Redaktionell zusammengefasst aus der Folgenbeschreibung.
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Liebe Hörerinnen und Hörer,
jeder politische Sommer produziert seine Aufreger. Was davon übrig bleibt, wenn die Empörung abgeräumt ist? Das habe ich mir mit Felix angesehen.
Der Satz des Bundeskanzlers über Kinderbetreuung: Die Aussage selbst ist von allen Seiten durchdiskutiert worden, uns interessiert, warum daraus überhaupt eine Wochengeschichte wurde. Widerspruch aus den eigenen Reihen, eine Entschuldigung, die die alte Argumentation gleich noch einmal mitliefert, und eine Nachrichtenlage, die sonst nichts Größeres anzubieten hat. Unser Befund: Inhaltlich bleibt wenig, am Kanzler bleibt trotzdem etwas hängen.
Das gleiche Muster sehen wir beim Burger-Video von Karl Nehammer, beim Elch, der vor einem Jahr durch Niederösterreich gelaufen ist, und bei der heimlichen Tonaufnahme rund um Walter Ruck.
Und dann gibt es die Themen, die tatsächlich bleiben, weil sie nicht von der Nachrichtenlage abhängen. Die Dürre trifft die Landwirtschaft hart, das Hilfspaket stand im Sommer noch in Verhandlung, im Gegenzug lag das Klimaziel auf dem Tisch. Felix rechnet vor, was das für ein Land bedeutet, dessen Lohnstückkosten ohnehin über dem EU-Schnitt liegen.
Mich beschäftigt am meisten, wie ungleich die Aufmerksamkeit verteilt ist. Ein Halbsatz bewegt das Land vier Wochen lang, ein verschlepptes Standortthema bewegt es gar nicht.
Euer Niko
Kapitel:
00:00:00 Warum der Sommer politisch eine eigene Logik hat 00:00:51 Der Sager über Kinderbetreuung und die Entschuldigung danach 00:05:22 Burger-Video, Elch und Causa Ruck, das Muster dahinter 00:12:35 Dürre, Hilfspaket und das Klimaziel als Gegengeschäft 00:16:56 Was wirklich bleibt, Kompromisspolitik und Budgetdefizit
Kapitel.
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aufgrund der Themen Armut auf einmal voll präsent sind. Felix, welche Themen, welche 3 sind dir am stärksten aufgefallen in dem Sommer? Nikolaus zuerst möchte ich mich deiner Meinung anschließen und sagen, es ist sicher besser in J solo und in chaolle Urlaub zu machen und. Als weit weg zu fliegen nach Kreta zum Beispiel kann ich nicht empfehlen. Jesolo war noch nie eine Enttäuschung, ich glaube das wesentlichste Thema, das diesen
Sommer politisch gekommen ist und viel mehr Aufmerksamkeit bekommen hat, als es sollte, war wohl so ein klassischer Versprecher unseres Bundeskanzlers. Da wurde ihm doch nachgesagt, er hätte behauptet, dass Care Arbeit keine. Arbeit wäre Care, Arbeit ist Arbeit, aber es ist halt unbezahlte Arbeit. Richtig, das ist der wesentliche Punkt und und. Muss jede Arbeit bezahlt sein, dass sie wertvoll ist? Muss also das ist das ist das, was mich fasziniert hat.
Also ich möchte, ich möchte bitte, dass das das wesentliche Thema bei dieser Geschichte ist. Ja und? Natürlich haben sich hier 2 Seiten auf ein Thema gestürzt und das ist zu Genüge durchgekaut worden. Ich glaub, das müssen wir jetzt nicht tun, das interessiert niemanden, ich glaub wir sollten uns eher über das kommunikative versagen darum herum unterhalten, aber einen inhaltlichen Satz lass mir die gesteh mir da bitte zu, ich find es faszinierend, dass du von links kommen kannst, wo du Kapitalismus ablehnst und dann verlangst.
Dass du dafür, dass du das natürlichste tust, wofür wir Menschen da sind, Lebewesen leben. Am Ende des Tages biologisch um sich zu vermehren, tut mir leid, wenn ich damit jetzt den triggere Lebewesen leben am Ende des Tages, um sich zu vermehren und wenn du dieses Natürlichste in deinem Leben tust. Manche würden sagen, den Sinn ihres Lebens dann dafür zu verlangen, mit Geld entlohnt zu werden, ist doch eine sehr kapitalistische Haltung, und das ausgerechnet von links. Ich glaub das Problem und das fand ich in der Presse ganz gut beschrieben, zuerst von Frank
Schellhorn und dann ich glaub von Analyse. Rohrer war das in der Analyse der Fehler war ja also das hat es mal unglücklich, der Fehler war aber dann eben direkt danach. Also ich glaub die Landeshaupt vor von Niederösterreich hat danach gesetzt und gesagt das ist natürlich nicht so und das war falsch und damit war war die Front halt offen. Ja, man hat nicht gesehen. Übrigens hast du es sehr sauber gemacht, meine meine inhaltlichen Argumentation aus dem Weg zu gehen, das gleich auf die richtige Ebene zu erheben. Ich sehe keinen Sinn, darüber zu diskutieren. Wir können, wir können gerne über diese Ebene diskutieren. Nein, nein, geh mal, geh mal zur
Kommunikation, geh mal zur Kommunikation was bemerkenswertes, was bemerkenswert ist, ist eben genau das. Es war ein Versprecher, es hat aber jeder gewusst was gemeint ist und durch die Macht des Sommerlochs. Konnte sich das in so einen Wirbel hinaufziehen, dass man sich tatsächlich hin und her argumentiert hat? Und dann kam ein paar Tage später nach Medialem hin und her, eine Entschuldigung des Bundeskanzlers. Ich will jetzt nichts vermuten, aber ich würde vermuten, das haben ihm wahrscheinlich viele
Frauen in seinem Team nahegelegt, dass er sich jetzt doch bitte entschuldigen müsste und hat dann eine Entschuldigung gemacht. In der er dann seine Argumentation noch mal erklärt hat. Und das ging halt komplett nach hinten los. Naja. Der alte weiße Mann erklärt, entschuldigt sich und erklärt im nächsten Satz, Warum Care Arbeit keine Arbeit ist. Er hatte zu dem Zeitpunkt schon verloren, also wie ich vorher gesagt hatte, das war verloren, als man begonnen hat. Seine Aussage aus den eigenen Reihen zuzupflücken. Und als falsch darzustellen.
Sie war nicht intelligent, ich, ich will es jetzt nicht bewerten, es wurde schon zur Genüge gemacht, nur der kommunike Umgang damit hat es halt noch einmal schlimmer gemacht in dieser Sommerbubble, wo halt wenig Themen da sind oder nicht generell Themen aber beherrscht und das hat es halt dann zu einem sehr lang dominierenden Thema gemacht, die sich dann. Ich glaube, auch in den Umfragen niedergeschlagen hat. Wie genau kann man sich ja debattieren, aber es es hat sich einen negativen Eindruck hinterlassen und wird ihn jetzt die nächsten Jahre in der wo politisch noch aktiv ist, begleiten.
Schau, Karl Nehammer hatte ja auch mit seinem Burgergate quasi seine Sommerloch Affäre. Na? Ja, er hatte die Ausrede, da war er offensichtlich angesoffen. Ne, die auch. Sagt Wer sagt, dass Christian Schock über diesen Sommergespräch nicht betrunken war? Also das Video, das da aufgenommen wurde in Hallein in einem Lokal, was ich sehr gut kenne, das wirkt schon so, als wäre er ziemlich, hätte er schon ein paar Gläser intus gehabt. Das ist auch, wo ich jetzt
hinwollte, wie ich dieses Thema angesprochen habe oder aus der aus der Mottenkiste geholt habe. Objektiv betrachtet ja die Brisanz und die das schwerwiegende dieses dieses Burger. Gates war wahrscheinlich schwerwiegender und und größeres Skandalpotenzial als dieser als dieser argumentative Ausrutscher vom vom jetzigen Bundeskanzler Stocker. Das, was er gesagt hat, das könnte man ja wirklich als Versprecher auslegen. Weißt du, das ist es ja, das das das, worüber dann gesprochen
wurde, und das, was daraus gemacht worden ist, das muss ja nicht einmal in dieser Aussage so gemeint worden sein, das wurde ihm in den Mund gelegt. Ja, der Karl Nehammer hat zumindest tatsächlich genau das gesagt, was ihm dann, was dann zurecht kritisiert worden ist, mit den Schießbaggern und so, worauf ich hinaus wollte. Das war die, das war das schwerere Thema und trotzdem wurde es kommunikativ sicher besser gehandelt. Weißt du, es ist mittlerweile ein paar Jahre her und ich erinnere mich ehrlich gesagt
nicht so gut wie das er wie gut das gehandelt wurde muss muss ich ganz ehrlich sagen, dass es, dass es zu lange her ist, dass er, dass ich in Erinnerung habe? Man kommentiert sowas nicht, man kommentiert sowas nicht nur weil sich alle drüber aufregen. Ja, ab ab irgendeinem Zeitpunkt, wenn du, vor allem wenn du, wenn du nicht den Rückhalt in den eigenen Reihen hast, den du, was offensichtlich der Fall war, dann keine Ahnung hast, du nur mal die Situation, dass du was sagen musst sonst, sonst wird es noch mehr zum Problem. Ja, und sagst um Himmels willen, ich habe mich hier wurde, hier wurde ein, hier wurde eine Aussage die ich getätigt habe in mir im Mund umgedreht.
Das ist ja das, was am Ende passiert ist. Ja, du hast halt. Na ja, man könnte jetzt auch als auch als anders formulieren. Es ist einfach ungeschickt gewesen, was er gesagt hat und das hätte einem Spitzenpolitiker in seiner Rolle so nicht passieren dürfen, ja. Stimmt das? Dass die Fragestellerin eine Bekannte der Eleonore Geweßler ist? Kann ich nicht verifizieren. Die Aussage habe ich gehört, nur. Also das war ja eine Veranstaltung und darauf wollte ich dann eh noch zu sprechen kommen. Das Bundeskanzleramt, das war ja nicht eine Parteiveranstaltung, was ja auch vorab schon in den
Medien kritisiert wurde, heißt, dass dort grundsätzlich, sage ich mal, jeder sich anmelden konnte, logisch, ein bisschen logisch, das heißt, es ist auch logisch, dass sich auch Andersdenkende anmelden können, ist ja absolut legitim, ob diese Freunde ein persönliches Verhältnis zur Eleonore Gevesl hat, das weiß ich nicht. Keine Ahnung, kann sein, aber. Vorher hast du noch die Wandertage in Sebastian Kurz und Peter Eppinger. Nein, das war noch sommertouren. So so Fa. Also ehrlich, sofort war mir nicht, dass ich mir das angeschaut habe, ehrlicherweise
also also wirklich. Ich würde einmal mitwandern. Hilfe ist großartig, warum also? Ich bin ja, ich bin ja in altbach, aber. Wo Wow und da heikt man auch keine. Oh nein, wie gesagt weißt du hiking mach ich lieber mit Freunden und mit Leuten wo ich entspannen will und nicht Leute wo es eine politische Veranstaltung. Ist, da waren wir ja eine Bewegung, da waren wir ja Freunde alle. Voll das. Ist. Ja, voll voll in einer in in der Bewegung.
Also. In der Bewegung ist es ja auch immer so, dass sich alle so gut miteinander verstehen. Aber um aufs Sommerloch zurück. Genau, man will ein bissl. Fun schön genau das also wenn wenn wenn man sich es über die Jahre anschaut, es ist halt immer, es ist halt immer faszinierend, weil immer solche Themen herausgepickt werden, also es war ja im letzten Sommer war es ja auch der Elch Emil und der durchs Land gerannt ist, so, so, Themen, wo wo du dir denkst why? Der ist ja nicht einmal durchs ganze Land gerannt, der ist ja sogar nur durch Niederösterreich gerannt. Die die Oberösterreicher haben dann einen kurzen Prozess gemacht mit ihm. Und haben ihn dann abtransportiert, weil ich das
richtig, ich glaube. Also in Niederösterreich durfte der Elch Emil Bahntrassen lahmlegen, Straßen behindern und alles drum und dran. Und dann hat er eine imaginäre von Menschen gedacht, die Grenze überschritten und wurde beseitigt, also betäubt und abtransportiert. Das war auch so ein Thema. Also es ist so faszinierend. Sei es jetzt dieses Beispiel vom Stocker, sei es das Beispiel vom Karl Niehammer, sei es vergangene Beispiele vom Sommerloch, weil das das Sommerloch ist, keine neue Erfindung, wie sich, wie sich über solche banalen Themen so
massivst aufgeregt wird. Genau. Das zweite Thema, das uns diesen Sommer bewegt hat, und das brauchen wir jetzt nur ganz kurz, sehen wir in der guten Ordnung. Heute noch einmal hier erwähnen, weil wir es ja schon zu genügend gehandelt haben, war Walter Ruck, ich sag einmal, das ist eher auf dem Niveau des Burger Gates, das wir vorher angesprochen haben, und das hat zumindest eine, das hatte zumindest eine politische Brisanz. Die als Thema behandelt werden musste. Ja, der Unterschied zwischen dem Burger Gate Video und diesem wie und dieser Autonaufnahme war
halt, sie war versteckt aufgenommen, sie war sie, sie wurde in böswilliger Absicht rausgespielt und das Burger Gate Video in der ursprünglichen Form wurde nicht in böswilliger Absicht. Raus. Wirklich? Nein, das hab ich nicht gewusst. Wurde von einem Unternehmer, einem Freund, von ihm geschickt und der hat es dann weitergeschickt und weitergeschickt und weitergeschickt. Weil er das Argument von ihm jetzt eigentlich ganz gut fand. Weil wenn man die etwas alkoholisch geschwängerte Aussage von von von von Mecky das ein dummes Beispiel ist.
Aber Beispiele sind halt immer schwach, egal welchen vergleich du anstellst, dann dann waren da schon vernünftige Argumente drin. Ich könnte es jetzt ehrlich gesagt nicht mehr wiedergeben, aber. Die Idee damals war eigentlich, hey, ich find das cool, ich schick dir das, das sagt unser Bundeskanzler nur und. Sobald es Zweiter hat, hat es ein dritter und sobald es ein dritter hat, haben sie alle ja keine Ahnung. Das ist, das ist der alte Unterschied gewesen. Und ja gut, das Ergebnis kennen wir, glaube ich, brauchen wir jetzt nicht mehr noch mal kommentieren. Also es es ist wie es ist, es ist, es ist genau und ein großes
drittes Thema ist natürlich die Türe, die sich. Von Österreich bis durch Osteuropa, in jedem Land aufs brutalste bei den Bauern niederschlägt also also oder da der Niederschlag halt fehlt, sag ich mal so. Es hat sich nichts niedergeschlagen. Genau, es hat sich nichts, nichts niedergeschlagen. Mit allen Konsequenzen davon, mit Ernteausfällen, mit höheren Kosten für Versicherungen im in diesem Spezialversicherungsbereich. Und vieles, vieles mehr, was dann auch politisch natürlich folgen hat. In Österreich haben dann die 3 Regierungsparteien eine eine
Lösung beschlossen, ein ein, ein dürrepaket Hilfe für die Bauern, das in seiner Qualität zu kommentieren, traue ich mich als nicht landwirtschaftsexperte ehrlicherweise nicht. Drüber. Es war schon recht großzügig, finde ich die Inhalte. Ich kann jetzt auch nicht tiefer ins Detail gehen, aber. Das was ich mitbekommen hab und das was ich überflogen hab sag ich mal, das ist glaub ich für eine ist für die Landwirtschaft ordentlich, da haben die Interessensvertretungen in der ÖVP sicher gut gearbeitet und gut funktioniert, dass nach frei nach Wolfgang Sobotka, es gibt
kein Geschäft ohne Gegengeschäft. Das Gegengeschäft in dem Falle war dann ja wohl eher das Glas, was die Aufregung verursacht hat. Ja was, was soll denn da was, was was auf was kommt denn da jetzt auf uns zu? Also das Gesetz ist noch nicht da, es ist erst in Verhandlung, aber es wurde angekündigt, klassische Ankündigungspolitik, also vielleicht sonst gar nicht. Na ja, also so wie die industriellen Vereinigung aktuell Widerstand dagegen leistet, wird da sicher noch einiges zu zu debattieren sein. Was abgerungen wurde, ist, dass wir die verbindlichen EU ziele, die grundsätzlich alle Länder
erfüllen müssen, bis zum Jahr 2050 10 Jahre früher schon, also Klimaneutralität, erreichen wollen. Wo, wie es die Grünen ins vergangene Regierungsprogramm geschrieben, die. Haben korrekt, korrekt, wie sinnvoll das ist, kann man debattieren. Ich persönlich sehe es halt ein bisschen komisch. Wenn das ist das, weil es führt. Ja, wir sind ein kleines Land und natürlich, wir müssen unseren Beitrag leisten, nur wenn alle anderen Länder um uns herum dann mehr emittieren können, ja also innerhalb der EU wegen, weil wir mehr einsparen,
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ja dann beißt sich da die Kerze irgendwie in den Schwanz. Das ist ja das große Problem, dass wir in Österreich jetzt schon haben. Das bitte diesen kurzen, diesen kurzen Exkurs sozusagen wieder in die in die Mikromakroökonomie zu entschuldigen. Dass die Lohnstückkosten in Österreich jetzt schon höher sind als im EU schnitt. Ja, das kommt von den hohen Energiekosten und von den von den hohen Lohnabschlüssen, die wir gehabt haben die letzten Jahre, das heißt, wir haben sowieso schon innerhalb der Europäischen Union einen Wettbewerbsnachteil. Was Produktion und Dienstleistungen angeht.
Und jetzt gehen wir her und wollen 10 Jahre früher als die anderen wir mit unseren 8000000 Einwohnern, diese sind wir schon 9, wir sind. Schon 9. Cool wir mit unseren 9000000 Einwohnern wollen jetzt diese Klimaziele 10 Jahre früher erreichen. Ja, ich möchte jetzt nicht die Notwendigkeit oder nicht Notwendigkeit dieser Klimaziele diskutieren, das. Geht in eine ganz andere Richtung und das geht viel zu weit. Ich möchte lieber diskutieren, was das bedeutet für die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes wie Österreich, das jetzt schon hinterherhinkt, das jetzt
schon mit der Inflation kämpft. Es gab zwar eine Meldung glaube ich, zum zum 1. Juli, dass die Inflation in Österreich jetzt wieder auf den EU schnitt gesunken wäre, ich weiß nicht wie es im August jetzt ist, nachdem da kein E Mail dazu kam. Vielleicht war der Pressereferent im Urlaub. Aber ich sage mal was, was so ein, was so ein Paket mit CO 2, Einsparung, Klimaneutralität unmittelbar sicher nicht macht, ist eine Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Schau es, wenn du mit
funktionierender verschiedenen Parteien der Regierungen redest. Wenn du mit denen da sitzt und darüber sprichst und den halt und den Halt sagst. OK, das was ihr macht ist zu wenig. Dann beginnen sie halt häufig mit dir zu argumentieren. Ja, wir sind halt in einer Regierung mit 2 anderen Partnern, da kann man nicht so viel machen, hat zu sage ich ah joi, nur das ist, das interessiert halt niemanden, es interessiert die Betriebe die sich hier die die man theoretisch an theoretisch ansiedeln wollen beziehungsweise deren abwandern man abhalten möchte, weil die erwirtschaften unseren Wohlstand, die schaffen
die Arbeitsplätze und und und und und. Die interessiert es nicht, ob du irgendein kleines Versprechen erfüllst, die für dies, da die Senkung der Lohnnebenkosten ab 2028 ein Tropfen auf dem heißen Stein. Es ist schön, dass es passiert, aber das ist. To little to late würde ich sagen. Auf jeden Fall also auch auch diese Lohnnebenkosten sind to little to late. Also. Es geht einfach viel zu wenig weiter, und zwar viel und viel, viel zu langsam. Und diese Kompromisspolitik
funktioniert halt in dieser Form nicht mehr. Um dazu einen einen Hintergrund oder einen Einblick zu schaffen, wer wird dafür sehr stark gelobt? Sehr stark gelobt dafür, dass sie so viel weiter gebracht hätten, wird die schwarzblaue Regierung Sebastian Kurzheinz Christian Strache. Und sehr viel gelobt dafür wird anfangs auch diese schwarz grüne Regierung, also kurz und Kogler bis bis kurz abmontiert, die werden sehr stark dafür gelobt.
Warum werden die sehr stark dafür gelobt? Ich gehe davon aus. Bei Arbeitgebervertretern meinst du jetzt werden die sehr stark dafür gelobt. Ja, oder? In den. Kreisentnehmervertretern loben die sich ja nicht. Ich weiß, ich kann mich noch erinnern an die Arbeitszeitflexibilisierung, wo wir sogar, wo wir sogar auf der auf der Fachhochschule das mitbekommen haben, dass das ganz schlimm ist, einer gewissen Partei nahestehend jetzt jedenfalls ja, diese, die wurden jedenfalls zumindest arbeitgeberseitig gelobt. Und die wurden auch in der
Politik viel gelobt, also von von Politik treibenden, sag ich einmal. Und auch für mich als Politik interessierter Mensch. Und wir haben jetzt schon zu Genüge darüber gesprochen in der Vergangenheit, dass es natürlich an dieser Message Kontrolle lag und dass hier natürlich die Themen kommuniziert wurden, und wer das, wer die Bücher dazu gelesen hat, der weiß, da gab es einen Redaktionsplan, sozusagen, wann welches Thema gespielt wird und. Alle waren abgestimmt und alle haben das. Alle haben das dieselbe Message getragen und das hilft natürlich in der Wahrnehmung. Aber was natürlich viel mehr hilft, und da wollte ich jetzt eigentlich hin mit dieser
Aussage, du hast halt Parteien gehabt, die unbedingt regieren wollten, du hast eine ÖVP gehabt, die zuerst die Freiheitlichen zu sich geholt haben, die Freiheitlichen, die unbedingt regieren wollten, die dann die dafür, dass sie dafür, dass sie regieren durften. Natürlich auch bereit waren zu sagen, ja, wir lassen jetzt die parteipolitischen Dinge hinter uns und konzentrieren uns darauf. Und das hattest du auch am Anfang bei den Grünen. Man muss, man muss sich ja Bewusstsein, das war das erste Mal, dass die Grünen in Österreich in Regierungsverantwortung gekommen sind, natürlich ist das
großartig, und da muss man auch bereit sein dafür, parteipolitisches Hickhack zurückzustecken. Ich hatte auch diesen Eindruck. Zu Beginn jetzt bei den NEOS, dass das für die natürlich das jetzt die große Chance war, in eine Regierung zu kommen und da einen Beitrag zu leisten und sich mal wirklich zu beweisen. Die 2 Seniorpartner in dieser in dieser Koalition. Dass die von Anfang an nicht wirklich Lust gehabt haben darauf, miteinander zu regieren, und dass sie das eigentlich nur gemacht haben, um etwas anderes
zu verhindern, nämlich einen eine Regierung unter Kanzler Herbert Kickl, das merkt man halt an dieser Politik, die ist halt leider Gottes eben auf einen politischen Ausgleich im alten Stil konzentriert und bringt jetzt dadurch auch nicht die großen Würfe zusammen. Beziehungsweise es hat sich auch was in der Lage gesamt geändert. Früher hast du hergehen können und Geld verteilen können und deine Zielgruppe hat das gut gefunden und hat dich weitergewählt. Das funktioniert in der Form mittlerweile nicht mehr.
Einerseits wenn man viel zu viel Geld rausgeschmissen hat und es einfach nicht bei den Leuten angekommen ist und der andere Grund? Ist aber komisch, weil wenn ich mit meiner Gießkanne im Garten gieß, wachsen alle Pflanzen. Ja, ist Wirtschaft ist ist Ökonomie nicht gleichzusetzen mit Botanik, sagst du? Ja, und die andere Situation? Ist ist das der Grund, warum Grüne keine Politik machen können jetzt? Bringt es mich aus? Dem Konzept entschuldige ich, habe was für einen Teaser gebracht. Obama der andere Grund ist das
Budget der effizient drin. Da dadurch, dass so viel rausgeschmissen wurde, reden halt medial und in verschiedensten Können alle nur mal darüber, wie wenig wir wie schlecht die Situation mittlerweile ist. Und diese Kombi. Ja, lass mich, lass mich, lass mich dir da, lass mich dir da jetzt schon das Gegenargument hinwerfen, dass du dich kurz beruhigen kannst und und nicht mehr an Felix und Garton denken musst. Ja, natürlich ist das Budgetdefizit schwierig. Ja, und natürlich lässt es sich leichter, eine Aufbruchspolitik zu machen, wenn man ein Nulldefizit hat, aber.
Dann muss man halt die dieses Defizit auch so gestalten, dass man nicht nur die Steuern der anderen erhöht, sondern sich auch ins eigene Fleisch schneidet und sich fragt, braucht man das, braucht man jenes ja, und das muss über eine Symbolpolitik hinausgehen, wo sich dann, wenn ein NEOS Staatssekretär sich einen neuen Audi nimmt, sich dann daraufhin, da der SPÖ Minister einen SKODA also quasi auf einen Skoda downgradet. Ja, ist cool, 1000 Rosen, aber das ist ja Symbolpolitik. Wo hat diese Verwaltung in sich gespart, sichtbar, und dann ist es halt, dass man sagt, die
dann, dann lass es auch ruhig symbolisch sein, aber dann mach es zumindest so, dass du sagst, na ja, die Staatssekretäre zum Beispiel, die man braucht für die Regierungskoordination. Die gibt es noch, ja, aber deren Personal kommt nicht, sitzt nicht in einem einen Staatssekretärsbüro, sondern wird von den Kabinetten gestellt und so sparen wir x Millionen Euro an an Mitarbeiterkosten. Man kann dann ja auch aufstocken, die Büros ja, und aber dann dann find zumindest dann dann finde etwas und kommuniziere etwas.
Sodass du, sodass du der Bevölkerung den Eindruck gibst, dass ihr auch spart. Und das ist nicht sein. Nein, der Herr Finanzminister, fahr jetzt einen Skoda statt einen Audi. Ja, das ändert halt nichts an der Gesamtlage. Ich bin gespannt, wie sich das über den politischen Herbst, der jetzt kommen wird, weiterentwickeln wird. Ich glaub für die Regierung nicht zum Guten. Da. Da gebe ich dir recht und ich glaube auch, genau da sollten wir in einer separaten Folge genau hineinschauen, was da kommen kann, was da passieren kann, was nämlich auf der
politischen Agenda ist. Wir haben ja zum Glück ein Regierungsprogramm, wo ja auch sich im Sommer damit gebrüstet wurde, wieviel von dem man bereits umgesetzt hat, das heißt, als aufmerksamer Verfolger dieser dieser Geschichten darf man natürlich auch erwarten, dass dass sich daran weiter gehalten wird. Das heißt, da sollten wir hineinschauen und in der Zwischenzeit gehe ich unkraudierten. Und gießt alles mit einer Gießkanne. Na dann, bis zur nächsten Folge. Tschüss. Wenn dir diese Folge gefallen hat, Folge dem Podcast, Bewerte ihn und teile ihn mit Freunden.
Ich freue mich immer über Feedback bis zum nächsten Mal. Tschau