Wir haben wirklich von 28. Oder vom 29. April weg absolute Flughafensicherheit gehabt. In der Wiener Stadthalle. Das heißt, auch wenn du jetzt einmal kurz rausgegangen bist, dir ins Geschäft eine Wurstsemmel holen, hast du wieder komplett diesen Prozess durchmachen müssen. Willkommen bei so sind wir zwischen Bognergasse und Ballhausplatz. Hier spreche ich mit Menschen aus Politik und Wirtschaft, die hinter die Kulissen Österreichs blicken. Ungeschminkt und Umgekürzt mein Name ist Nico Hutter.
Thomas Waldner (Wiener Stadthalle): In dieser Halle ist alles möglich
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Thomas Waldner gibt Einblick in die Organisation des Eurovision Song Contest in der Wiener Stadthalle. Mit Niko spricht er über Veranstaltungsbetrieb, Logistik, Sicherheit, Kosten und die Rolle Wiens als Gastgeberstadt.
Redaktionell zusammengefasst aus der Folgenbeschreibung.
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Liebe Hörerinnen und Hörer,
Thomas Waldner hat im November 2025 die operative Geschäftsführung der Wiener Stadthalle übernommen. Und damit, ohne Eingewöhnungsphase, auch die Verantwortung für das größte Fernsehereignis, das dieses Haus stemmen kann: den Eurovision Song Contest. Genau darum wollte ich mit ihm reden. Nicht über die Show, sondern über das, was hinter der Show passiert.
Wie kann so ein Gebäude aus dem Jahr 1958 heute noch international mithalten? Waldner nennt die Stadthalle einen kulturellen Leuchtturm und vergleicht sie mit einer alten Dame, die noch immer rockt. Das klingt charmant, ist aber eine handfeste Managementaufgabe: digitale Buchungskalender, transparente Preise, rasche Kalkulation, damit internationale Veranstalter überhaupt erst anfragen.
Drei Dinge sind mir besonders geblieben.
Erstens die Logistik. Zwischen der Vergabe im August und der ersten Show im Mai lief in der Halle ganz normaler Vollbetrieb weiter. Neun bereits gebuchte Veranstaltungen mussten weichen, darunter ein Konzert, das nun im Mai 2027 nachgeholt wird.
Zweitens die Sicherheit. Waldner beschreibt Flughafenniveau über Wochen hinweg, für jeden, der das Gebäude betreten hat. Auch für Bühnenbauer, auch nach einer kurzen Pause draußen.
Drittens die Kostenfrage. Die Miete der Stadthalle ist der größte Einzelposten des ESC. Waldner erklärt, was darin eigentlich alles steckt, und warum das kein reiner Mietblock ist.
Was mich an dem Gespräch interessiert hat: Wie sehr das Selbstbild einer Stadt an solchen Veranstaltungen hängt. Waldner sagt sinngemäß, Wien habe bewiesen, dass es Großveranstaltungen kann. Nach den Absagen und Sicherheitsdebatten der letzten Jahre ist das mehr als eine Marketingaussage.
Ich lebe selbst seit zwölf Jahren in dieser Stadt und war nach dieser Aufnahme überrascht, wie viel Planung nötig ist, damit ein Abend einfach nur schön wirkt.
Euer Niko
Kapitel:
00:00:00 Neu im Job, sofort im ESC-Modus
00:08:40 Zehn Jahre Ausnahmezustand im Veranstaltungsgeschäft
00:15:39 Was der Song Contest kostet und was er bringt
00:23:02 Wien als Host City und die nächsten fünf Jahre
Kapitel.
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Das Gespräch zum Lesen.
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Ich sitze hier mit Thomas Waldner, dem Geschäftsführer der Wiener Stadthalle. Die Wiener Stadthalle ist in letzter Zeit vor allem für eine Sache bekannt, nämlich für den Eurovision Song Contest. Und du bist seit November, jetzt, wenn ich das richtig im Kopf habe, dafür verantwortlich, dass diese Stadthalle funktioniert. Wie ist es da rein zu starten? Wie ist es da in so eine Situation zu kommen, wo man gleich, sage ich mal nicht das einfachste, sondern so circa das größte Event was es irgendwie geben kann? Als erste Aufgabe hat? Vorweg herzlichen Dank für die Einladung noch bei dem Podcast
da zu Gast sein zu dürfen, deine Frage zu beantworten. Ja, es war sehr gemischte Gefühle, ehrlicherweise, es war sehr viel Motivation da, Vorfreude, aber natürlich der Druck. War immens von Tag 1 an, als ich die Ausschreibung gewonnen hab als Bestgereiter bis hin jetzt zum 16. Mai, als das Finale beendet war, war es eine hochschau Banner, Gefühle und viel Arbeitsleistung reingeflossen, aber jetzt mit dem wie soll das Sagen mit dem Glück jetzt der Nachbetrachtung, dass alles gut gegangen ist, kann man sagen, es war der richtige Weg und wir haben wirklich einen tollen Job geleistet. Mhm, was hat dich. Wenn du, bevor du gestattet
bist, am meisten so überrascht. Was war anders oder was? Was erlebt man da in seiner Zeit, wenn man wie wie kann man sich das vorstellen? Du kommst da rein und Tag 1 muss dich wahrscheinlich gleich mit dem Thema ESC beschäftigen. Eine schwierige Folge also. Ich bin ja schon über. Über ein Jahrzehnte im Veranstaltungsbereich immer maßgeblich tätig, egal ob es jetzt das Toneinzelfest war oder meine Selbständigkeit in Großprojekten et cetera. Also dieses Projektgeschäft und der damit verbundene Druck ist mir nicht unbekannt, was jetzt den Eurovision Song Contest
speziell macht. Ist jetzt nicht die Tatsache, dass jetzt pro Show rund 11000 Besucherinnen und Besucher in der Stadthalle waren? Das ist jetzt für uns jetzt gar kein Sold Out Show, Wir haben eine Kapazität von 16000, sondern diese internationale Strahlkraft, die damit verbunden waren, das war natürlich schon ein ein großer Brocken an an an Druck und Verantwortung, der dann noch zusätzlicher zum Tagesgeschäft auferlegt wurde, an dem man halt auch immer im Hinterkopf hat und mit 1. November, also den den Job jetzt als Geschäftsführer von operativ und Bereich neben meinem Co Geschäftsführer Matthäus Zellinker, der auf den kaufmännischen Bereich zuständig ist, angetreten hab, war halt
der November die High Season bei uns in der Starthalle also November, Dezember ist sind die veranstaltungsreichsten Monate. Wir haben im November 20 Shows in der Halle d gehabt und 23 Shows in der Halle f. Also da war wirklich jeden Tag ramba Zamba sozusagen. Und da war noch der ISC meilenweit entfernt. Also da war es einmal versucht anzukommen, wirklich schnell die Prozesse zu verstehen, wie die Stadthalle als Unternehmen funktioniert, im operativen Bereich, das heißt, was sind unsere Assets, die wir Veranstaltern anbieten, was sind unsere Aufgaben im Zusammenhang mit der Veranstaltungsabwicklung, Wer
sind die verantwortlichen Personen im Team und was sind ihre Aufgaben und wie ticken die. Also es war einfach. Permanentes Mehrgleisiges arbeiten auf mehreren Ebenen, sowohl intern in der Personalstruktur, aber auch extern mit Veranstaltern und und diversen Stakeholdern, die die Wiener Stadthalle Halt hat. Und das war halt bis nach Weihnachten, war der ESC zwar da, aber jetzt nicht so präsent wie jetzt, die ganzen Vielzahl an Konzerte, die wir in der Stadthalle gehabt haben, und das heißt, da hat man auch beim Team gemerkt, also die Waren im täglichen Tun drin. Und da ist der ESC halt
mitgelaufen. Aber der richtige Fokus hat erst so im Frühjahr wirklich eingesetzt, wo er der ORF als Veranstalter jetzt alle Details beisammen gehabt hat, wo man gewusst hat, OK, wie wird die Produktion aussehen, was sind die Schwerpunkte, die wir als Austragungsstätte und das Austragungsland in die Welt transportieren wollen. Sprichwort Botschaften, Bühnendesign et cetera. Gutes Stichwort. Botschaften in die Welt hinaus. Was ist euer strategisches Ziel? Als als Geschäftsführer hast du natürlich Ziele, die dir vorgegeben werden vom Eigentümer
beziehungsweise von der gemeinsamen Strategie, was ist da was, was was das Ziel ist. 1 unserer Hauptziele ist wirtschaftlich, zweckmäßig und sparsam mit den uns zur Verfügung gestellten Mitteln umzugehen, als als Stadtnahes oder als Unternehmen im im Eigentum der Stadt Wien. Was wir natürlich machen und das andere im operativen Bereich war, es ist es halt mein Ziel gewesen oder was, warum für mich der Eurovision Song Contest so wichtig war es die Positionierung der Stadthalle, die Stadthalle wurde 1958 errichtet, ist jetzt im im kurz vorm 70.
Geburtstag, Er ist ein traditionsreiches Haus, ist emotional verbunden zu de facto jedem Österreicher und jede Österreicherin also es gibt ich glaub wenige die die Stadthalle nicht kennen. Aber es ist trotzdem noch eine State of the Art Arena und das war mir wichtig, diese Botschaft nach außen zu tragen. Und dafür ist ein Projekt wie der Eurovision Song Contest, der weltweit unter den Top 5 TV Events arrangiert, prädestiniert und das haben wir Gott sei Dank gut genutzt. Du hast. In der Zeitung, Das haben wir auch in der Vorbesprechung schon
erwähnt, diesen Vergleich mit der alten Dame gemacht und mit Juventus. Was ist aus deiner Sicht notwendig, damit die Stadthalle auch in Zukunft das, was du gerade beschrieben hast, diese Leistungsfähigkeit erhalten kann? Neben jetzt den ganzen infrastrukturellen und Investitionsmaßnahmen, die man so ein so ein Gebäudekomplex tätigen muss. Stichwort BV Anlage LED Offensive. Wir haben eine neue Klimaanlage, Prozessoptimierung in den Abwicklungen geht es halt einfach darum ein gewisses Gefühl oder fast ein Narrativ zu setzen und zu sagen was ist die
Stadt heute ist ein kultureller Leuchtturm im Herzen der Stadt, seit knapp 70 Jahren jetzt, und das heißt jetzt nicht, dass es schlecht ist oder alt ist, sondern das ist einfach. Wichtig und aus der kulturellen und aus der Veranstaltungslandschaft Österreichs oder Europa kann man fast sagen, eigentlich nicht mehr wegzudenken. Und das gilt Halt jetzt in die jetzt Zeit und in die Zukunft zu transformieren und da geht es einerseits um Customer Journey, die man, die man immer wieder hinterfragen und überdenken und und neu gestalten muss, das ist was wünscht sich der Kunde, wenn er auf ein Konzert oder auf ein Event geht, bis hinzu wie.
Wie ist unsere Sprache nach außen? Sowohl in der in der CI, also in der Ansprache in den diversen Medien und im Social Media Bereich, bis hinzu, wie ist da, wie ist der Auftritt gegenüber unseren B2B Kunden, also den Veranstaltern, die sich bei uns einbuchen, wie nehmen die uns wahr und da sind wir beim Prozessmanagement, das heißt, wie gestalten wir. Unserem Veranstaltungskalender ist das alles digital. Haben die Plattformen, wo sie schon einsehen können, sind Buchungstage frei oder belegt oder Optionen drauf. Also da in der Digitalisierung investieren wir sehr viel um da einfach uns und den
Veranstaltern die Arbeit zu erleichtern und so halt effizient den Buchungskalender zu gestalten und noch mehr Veranstaltungen unterzubringen. Also und. Dieser Maßnahmenmix hat dann hoffentlich diesen Effekt, dass die Stadthalle als das wahrgenommen wird, was sie ist, nämlich einfach top Arena, die eine alte Dame ist. Aber eben, ich bin jetzt wieder beim Fußballvergleich, die emotional positiv aufgeladen ist und noch immer rockt und ich glaube, das ist das Wichtige. Wenn du dir jetzt die letzten 10 Jahre und alle Sachen, die da in diesen letzten 10 Jahren
Ausgewählte Fundstelle · ca. 8:40
passiert sind von. Covid und vielen anderen Digitalisierungsmaßnahmen hast du schon erwähnt, die sich da ereignet haben, die sie auf Eurer, auf uns auf euch einprasselnder Stadtteile wie wie verändert es bei euch oder bei euren Gästen? Das Erlebnis oder die Anforderungen, wo wo hättest du da die stärksten Veränderungen Einschnitte erlebt. Also. Ich glaub es gibt wenig Bereiche, die so gebeutelt worden wie der Veranstaltungsbereich. Erstens, weil das keine kritische Infrastruktur ist. Und jetzt sagen wir, das braucht man jetzt nicht per se zum
Leben, aber man braucht es zum Leben, also jeder braucht in irgendeiner Form einen kulturellen Ausgleich oder einen kulturellen Input einfach für sein persönliches Wohlempfinden und da haben da als Person des Mensch sich gut zu fühlen und zu wachsen. Aber die letzten 10 Jahre, ich glaub die es wenig Jahre geben die einfach wirklich standardnormale Jahre waren wo es jetzt keine kein Covid gegeben hat, keine Teuerung, keine keine internationalen Konflikte und Kriege. Also wir sind da schon sehr sehr gebeutelt bis hin zum zum Brexit von Großbritannien, das Halt einfach das Tourgeschäft beeinflusst hat, weil jetzt
nicht mehr im europäischen Verbund angesiedelt ist Großbritannien, sondern das Halt einfach Hürden gibt. Reisebeschränkungen etc. Etc. Also und die größte Sorge war, ich glaube noch covid daraus und man sieht sie jetzt noch im ganzen Clubwesen zum Teil, dass die Leute und vor allem die Jungen nicht mehr zurückfinden in diese, in diese live Erlebnisse oder eben in eine Clubszene etc. Jetzt können wir als Venue, wie die Stadthalle es ist, froh sein, dass dem nicht so ist. Dass eben wirklich da das Live Geschäft pumpt.
Also wir haben im Jahr 25 287 Veranstaltungstage gehabt über alle Hallen hinweg, also wir waren top ausgelastet mit mit Superacts auch heuer und auch im siebenundzwanziger Jahr schon wieder viel viel Tolles im petto aber ja man muss halt mehr investieren, einerseits um um die Leute in seine Venues jetzt ein Club oder? Also große Arena ist wie die Starthalle ist zu bringen. Und natürlich sind ja die Kosten dementsprechend gestiegen, irgendwie halt überall im Dienstleistungsbereich und das sind jetzt hier die größten Herausforderungen aktuell. Stichwort Herausforderungen.
Was ist dir da jetzt in den letzten Monaten in der Vorbereitung aufs ESC besonders aufgefallen, was hat euch besonders betroffen, was vielleicht? Auch anders ist als bei anderen Veranstaltungen, weil ich glaub ihr habt sehr viele Veranstaltungen, das hast du erwähnt, das ist natürlich echt klar, dass das euer laufender Betrieb ist, dass du da jetzt nichts von von 0 auf startet, aber so ein ESC ist jetzt glaub ich nicht die alltäglichste Veranstaltung. Wie unterscheidet sich so eine so ein riesen Event in der Vorbereitung für dich, für dein Team? Von sag ich mal einem ganz normalen anderen Event. Deinem.
Standardkonzert wenn man das so sagen kann bei einem Tagesgeschäft, bei einer Tagesgeschäft Veranstaltung, wie wir es halt laufend haben, ist es klassisch loadin halber aufbautag, Veranstaltung, Abbau, Loadout und es kommt die nächste Show. Also du bist halt wirklich in einem Hochfrequenzgeschäft, wenn man es so will und halt sehr standardisiert also. Sonst würde es ja nicht gehen. Da gibt es wirklich vorgegebene Prozesse, beginnend vom vom Arenasetting bis hin wie heute die ganze Produktion funktioniert wie die Kommunikationsschiene ist das Vertragswesen, der Abrechnungsmodus, also das ist wirklich alles sehr gut aufgesetzt und und eben wie
gesagt automatisiert und standardisiert. Der Unterschied zum ORF war oder zum ORF, zum Eurovision Song und das war einfach, dass die die Stadthalle und unser gesamtes Areal vollumfänglich eingenommen haben, also wir haben. Mit Ausnahme von ein paar Büros, die wir noch zum Arbeiten gebraucht haben, wirklich keinen freien Platz mehr in der Halle gehabt, der nicht mit irgendeinem Equipment belegt war oder mit Personal vom ORF und der EPU belegt war. Also wirklich das gesamte Areal in Beschlag genommen und extrem aufwendig. Produktionsmäßig adaptiert
worden. Also wenn ich jetzt nur die ganze Delegation Bubble denke, wo die Künstlerinnen und Künstler sich aufgehalten haben, wo sie auf die Auftritte vorbereitet worden sind, mit Make Up, mit Styling et cetera, das war ihre ihre Produktion, die da reingebaut worden ist. Und das ist sicher der eine der größten Herausforderungen gewesen, das alles so umzusetzen, dass wir alles einmal frei machen. Es ist nicht so, dass die ganzen Räume leer stehen aktuell bei uns, und unsere Lager sind auch mit Material voll et cetera ist einfach. Die logistische Planung, wenn man es so will. Natürlich hat die personelle Planung begleitend mit dem Tagesgeschäft, Wien hat am 20. August den 2025 den Zuschlag für
den Eurovision Song Contest bekommen, die erste Show war war bei uns am 11. Mai und bis dahin war bei uns bis 30., also bis 28.3. Noch Vollbetrieb, also es ist nicht so, dass die Halle leer ist und man jederzeit für. Begehungen rein kann, Sachen ausmessen kann und sich das einfach anschauen kann. Also meine laufenden Delegationen internationale in Wien, die sich die Venue und sowohl die Stadthalle, also den Rathausplatz und das alles angeschaut haben, also diese Koordination da Timeslots zu finden um einerseits das Tagesgeschäft nicht zu benachteiligen, aber eben auch da als Dienstleister dem ORF und
der EBU gut zuarbeiten zu können, das war auch eine eine Planungsherausforderung, sagen wir sowieso. Ihr habt ja auch verschiedenste Veranstaltungen, die in den Zeitraum gefallen werden, weil Planung läuft. Sagen Sie viel länger absagen, absagen müssen wie wie schaut sowas dann aus, wie wirkt sich das aus, weil Eros Ramazotti Konzert ist jetzt das bekannteste Beispiel, das jetzt in Medien war und sowas wie was kommt da auf einen ein Geschäft. Also dazu. Also da war, da war das Team der Stadthalle. Wie gesagt, das war vor meiner Zeit auch wirklich sehr umsichtig mit dem mit dem Sieg von JJ im Mai hat man schon einmal diesen.
Blog ab April, Mai keine Reservierungen mehr angenommen, nur noch unverbindlich, wo man gesagt hat, OK, die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass der Song Contest nach Wien kommt. Nichtsdestotrotz waren 9 Veranstaltungen betroffen, die Halt quasi aktuell in dieser Zeit eingebucht worden und da gibt es wirklich auch ein großes Dankeschön an die Veranstalter auszusprechen, die da super nachsichtig waren, verständnisvoll natürlich ist es für die auch eine unangenehme Situation, wenn wir quasi. Vom Vertrag zurücktreten müssen aufgrund jetzt nicht höherer Gewalt aber natürlich bis zu einem gewissen Grad schon.
Und die waren da sehr verständnisvoll, sehr partnerschaftlich und man hat sich eigentlich mit allen gut gut geeinigt und Eros Ramazotti tritt jetzt am 30 Mai 2027 in der Stadthalle auf. Wir haben heute den Songcontest nicht gewonnen, das heißt, die Gefahr besteht nicht, dass er nächstes Jahr wieder in Wien ist. Somit können wir uns auf das Konzert freuen und. So hat halt einfach dann die Geschichte den Lauf genommen. Also man hat dann wirklich diesen Zeitraum schon geblockt und da keine neuen Buchungen mehr reingenommen und das hat sich dann einfach im Veranstaltungskalender verschoben und ein 2 Konzerte sind andere Venues verlegt
worden. Wenn man sich medial anschaut, wie der ESC und solche Großveranstaltungen im generellen also. Bei Olympiabewerbungen so was ist es ja genauso, diskutiert werden. Dann werden vor allem halt die Kosten des Ganzen diskutiert und das versucht eine Kosten nutzen Rechnung zu machen. Wie siehst du das Ganze, zahlt sich das für Österreich aus wenn ich so fragen darf? Also gerade jetzt im im Blick auf den Eurovision Song Contest 26 kann man ganz klar sagen, ja,
unbedingt, das war aus aus mehreren Blickwinkeln wichtig, dass wir den umgesetzt haben und dass allen voran die Stadt Wien da gesagt hat, ja, wir machen es nicht nur, sondern wir wollen es machen, nämlich auf allen Ebenen geht es jetzt nicht nur rein um das Event in der Stadthalle als Main. Venue, sondern Wien war ja wirklich die Host City und hat es gelebt mit Rathausplatz, mit Euroclub, mit den Kooperationen, mit den mit den Kaffeehäusern, wo die wo die einzelnen Teilnehmerländer quasi wo Patronanten übernommen worden sind. Es ist sehr niederschwellig in
die Wirtschaft getragen worden für lokale Geschäfte et cetera, die da mitmachen konnten und halt einfach auch rund um den Song Contest versuchen da. Ihre Zielgruppen, ihre Kunden zu erreichen und und zu motivieren und allen voran, was aus meiner Sicht eine der wichtigsten, wie soll ich sagen, als der wichtigsten Ergebnisse aus diesem Prozess erfolgreicher Song Contest 26 war, ist das nach diesen Ganzen, nach dieser ganzen Taylor Swift Absage aufgrund dieses potenziellen Terrorakts, der da stattgefunden hätte, der Gott sei Dank verhindert werden konnte. Ist immer so Mitgeschwungen ist
sind Großveranstaltungen in Österreich sicher, schaffen wir das und gerade mit dem Song Contest haben wir es eindrucksvoll bewiesen, nämlich genau auf in dieser internationalen Zusammenarbeit, aber eben auch, dass Wien Großveranstaltungen kann, ob es jetzt ein Donauinselfest ist, ob es jetzt ein Wiener City im Marathon ist oder eben auch ein Song Contest. Da gibt es eine tolle Zusammenarbeit von Blaulichtorganisationen, Behörden, Veranstalter, Venue und da geht es jetzt nicht nur rein um. Wie werden Personenkontrollen gemacht, sondern das geht auf einer Ebene runter, dass wir uns Gedanken gemacht haben, wann müssen welche Baustellen im im
Straßenverkehr ruhend gestellt werden oder wann beginnt man damit später, damit man jetzt einen einen Shuttlebetrieb oder einen großen Personenverkehr nicht beeinträchtigt und so vielleicht so ein Sicherheitsrisiko kommt et cetera. Also da hat die Stadt Wien wirklich eindrucksvoll bewiesen, dass das. Dass das Projektmanagement im Hinblick auf Großveranstaltungen top ist und allen voran das die LPD Wien und der Verfassungsschutz und drumherum hat da auch eindrucksvoll bewiesen, dass das Thema Sicherheit sehr ernst genommen wird. Und oft sind es ja auch immer marketingfloskeln, jetzt überspitzt formuliert, also man
sagt, man macht dieses und man macht jenes, wir haben wirklich von 28. Oder von 29. April weg. Absolute Flughafensicherheit gehabt in der Wiener Stadthalle. Das heißt, auch wenn du jetzt noch mal kurz raus gegangen bist, dir ins Geschäft da Wurstsemmel holen, hast du wieder komplett diesen Prozess durchmachen müssen. Gürtel ab, allen Schmuck ab, alles ablegen, alles durch die Röntgenstraße selbst bellustriert worden und das ist mit jedem Mitarbeiter und jeder Mitarbeiterin, die in diesem Zeitraum in die Stadthalle gekommen ist, egal ob bühnenbauer oder jetzt Künstler. Musste das durchlaufen einfach, damit wir als Veranstalter und
als wenn wir sagen konnten, die Stadthalle ist sicher, da ist, wurde nichts eingebracht. Es ist jedes jeder Scheinwerfer und jeder Bühnenteil ist vom vom Bombensuchend beschnüffelt worden, also da war es sehr engmaschiges Sicherheitskonzept und das finde ich ist war es auf jeden Fall wert den Song Contest zu hosten. Weil ich glaube, jetzt ist man da wieder ein bisschen besser gestellt, auch in der Wahrnehmung, und das ist ja wirklich um die Welt gegangen, wie erfolgreich und wie friedlich und wie gut der der
Song Contest abgewickelt worden ist. Ja, es gibt ja auch diese Eco Austria Studie, laut der je für jeden Euro der in die öffentliche Hand da investiert 1,7 Euro zurückfließen in in Weiterster Folge. Einer der größten Kostenpunkte wenn ich mir das angeschaut habe oder der größte Kostenpunkt ist natürlich die Anmietung der Stadtteile. Umfang 12000000 wenn ich das jetzt richtig im Kopf habe 12000000 klingt, dass wir eine absurd hohe Summe für irgendjemanden da draußen, aber es ist gerade, glaube ich, noch so eine Summe, die irgendjemand greifen kann. Es ist jetzt keine Summe von
einer Milliarde, wo, wo dann kein Mensch mehr versteht, kannst du mal einen Überblick geben, was heißt das, wenn man. 12000000 Miete zahlt was, was? OK, du hast schon beschrieben, effektives wurde umgebaut und was was alles was was ist da alles drinnen. Nur wenn du eine Übersicht geben. Kannst also da ist komplett alles drin. Es ist nicht ein reiner Mietblock, sondern es ist so die Zurverfügungstellung der gesamten Stadthalle im Veranstaltungsbetrieb mit den diversen Dienstleistungen, die wir auch erbringen für die Veranstalter, auch im Tagesgeschäft, die bei uns.
Dann dafür zahlen und diverse Sachleistungen darüber hinaus, und das war für den Zeitraum von 30 03 bis 2405 und so setzt sich das dann zusammen. Details zu den Kalkulationen darf ich natürlich kennen, selbstverständlich, aber wie gesagt, Ich glaube und und das hat man beim ersten Song Contest schon gesehen, wie lange. Das nachwirkt auch in einer internationalen Wahrnehmung. Da wird der Norbert Kettner vom Windtourismus zum Beispiel noch sicher bessere und detailliertere Infos und Argumente haben, aber das war
gerade im touristischen Bereich extrem wichtig, in einer sehr kaufkräftigen Zielgruppe, da positives Signal auszusenden, und das ist uns heuer wieder gelungen. Ich denke jetzt auch nur an die Ampelmännchen 2015, die jetzt Standard in der Stadt sind, es war eine ESC Erfindung, wo halt einfach die Stadt gesagt hat. Ihre Ihre Einheiten und Magistratsabteilungen aufgerufen hat, bringt es Inputs, wie wir den Song Contest in der Stadt sichtbar machen können. Das war so eine Maßnahme 2015, die halt dann auch um die Welt gegangen ist. Und jetzt ist es Usus, dass man in Städten da irgendwie die die Ampeln gestaltet, und das ist
von Wien ausgegangen und ich glaube, heuer haben wir jetzt kein Ampelmännchen in dem Sinn gehabt, aber eben wie ich es früher beschrieben habe, einfach die Tatsache, dass es eine friedliche Veranstaltung war mit all diesen. Auch politischen Begleiterscheinungen und Diskussionen der letzten Monate vorm Song Contest war das einfach ein gutes Gefühl zu sehen. Es geht, dass man einfach eine Musikveranstaltung erst das sieht, was es ist, eine Musikveranstaltung und einfach die Leute, die dort friedlich feiern wollen, die Möglichkeit haben, und das habe ich schön gefunden, weil darum geht es bei Live Veranstaltungen immer so eine gute Zeit haben und das Genießen und ob das jetzt in der Stadthalle beim Konzert ist oder
am Fußballplatz. Ist einfach schön, wenn irgendwo positive Informationen entsteht und Leute zusammenkommen das gern gern miteinander feiern. Du hast das ja schon Abend teilweise angesprochen. Solche Veranstaltungen beziehungsweise auch das Donauinselfest stärken natürlich auch das Image der Stadt Wien als ein Ganzes. Kannst du da vielleicht einen einen kurzen Einblick geben, was für eine Strategie verfolgt die Stadt Wien generell mit mit so Großveranstaltungen wie legt sie das an beziehungsweise gibt es da eine große allgemeine angelegte Strategie dahinter?
Ich glaube, es geht darum zu sagen, wofür steht Wien. Wien steht als Metropole für Vielfalt, für eine gute Daseinsvorsorge, für eine Lebensqualität, nicht umsonst sind wir in den letzten x Jahren immer erster oder Top Gerankt in der Stadt mit der höchsten Lebensqualität und das muss man auch erhalten und dafür muss man investieren, einerseits eben in den kulturellen Bereich, aber eben auch in Infrastruktur und das ganze Drumherum und die Strategie. Ist halt einfach diese lebenswerteste Stadt darzustellen und das ist jetzt nicht nur singulär betrachtet auf dem Veranstaltungssektor der gesamten meiner Meinung nach
einem sozialen Wohnbau. Und da haben wir gewisse Durchmischung in einer Stadt, wenn man jetzt andere internationale Metropolen vergleicht, wo es jetzt tut, zum Teil auch schon jetzt, kann ich ghettobildung, hast du aber schon irgendwie Bezirke hast, die halt wirklich sehr homogen schon gestaltet sind, hast du das aufgrund der Historie der Stadt Wien einfach nicht, weil wir haben im. 11. Bezirk Gemeindebauten. Wir haben im ersten Bezirk Gemeindebauten am 18. Im 18. Und ich glaube, das ist der große Benefit, von dem Wien immer noch profitiert und warum die Stadt so gut funktioniert, wie sie ist, dass es einfach diese Durchmischung auch gibt
und dadurch auch ein gewisses Miteinander entsteht und all diese Puzzlesteine sind meiner Meinung nach die Strategie, die wir verfolgen müssen, und da zähle ich mich auch als einen dazu, der da einen Beitrag dazu leisten muss. Damit die Stadt als das wahrgenommen genommen wird, was sie ist, nämlich top, eine Top Stadt und es gibt keinen schönen Ort wo ich leben möchte. Als mittlerweile seit 12 Jahre in Wien Lebender kann ich das nur bestätigen. Du hast jetzt eh schon vollkommen richtig den Vergleich mit anderen Städten gezogen. Hast du eine Übersicht?
Du kannst eine kurze Übersicht geben, wenn du dir jetzt Europa anschaust, die Hauptstädte Europas anschaust, natürlich London, Paris. Sind sind noch ein paar bisschen eine größere Nummer. Berlin, wie ist da die Stadthalle im Vergleich zu Hallen in in diesen Städten aufgestellt, oder? Also wir sind was Auslastung Größe betrifft sind wir sicher unter den Top 5 Arenen europaweit. Es gibt natürlich viele modernere und neuere Häuser, aber ich glaube es gibt wenige die so eine Auslastung haben wie wir es sind und auch mit unseren 16100 Besucherinnen und Besucher in der Maximalauslastung in der
Halle d. Die Größte ist sind wir im Oberen im oberen Drittel beheimatet. Also. Champions League. Für mich schon. Alles klar? Zum Abschluss dieser Podcast Folge würde ich dich bitten, damit wir in dieser Champions League bleiben. Als Wien, als Stadthalle. Was ist die erste Geschäftsführer der Stadthalle da wichtig, was wenn du jetzt die nächsten 5 Jahre anschaust, in den du als Geschäftsführer wirken könntest? Was was, was sind da die großen Pflöcke, die es braucht, damit wir in dieser, also als
Stadthalle vielleicht und generell als Wien in der Top League bleiben? Ja, ich hoffe, ich kann die nächsten 5 Jahre dann meinen Input liefern. Davon gehe ich, davon gehe ich schon aus, ich glaube, da braucht es einerseits neben dem Weg, der eingeschlagen ist, nämlich effiziente Gestaltung der Prozesse, um da wirklich rasch und attraktiv Angebote legen zu können. Für internationale Veranstalter, dass man diesen Weg fortschreitet und ausbaut. Auf der einen Seite, weil man muss sich das so vorstellen, ist jetzt nicht so, dass wir als Stadthalle jetzt Klinken putzen gehen und wollen, wollen sie nicht ein Konzert in der in der Halle d spielen, das machen wir
bei den anderen Hallen, die wir zur Verfügung haben, die heute einfach anders genutzt werden, jetzt sehr stark im B 2 B Bereich für Firmen, feiern et cetera, aber es gibt die große Event Arena Halle d, da musst du dir einfach. So aufstellen, dass der internationale Veranstalter es möglichst leicht hat, bei dir zu mieten. Das beginnt jetzt eben beim digitalen Kalender, wo die Verfügbarkeiten sofort ersichtlich sind, mit diversen Optionen et cetera, bis hinzu einer transparenten Preisgestaltung und einer raschen Abbrechen oder raschen Kalkulation und dann, was natürlich auch wichtig ist, und
dafür ist der ESC für die Stadthalle wichtig gewesen, dass man auch diese. Diese Botschaft transportiert, dass in dieser Halle alles möglich ist. Und wenn man sich die Bühne angeschaut hat und wir dann mit den Dachlasten knapp 150 Tonnen, die ins Dach hineingehängt wurden, ohne das jetzt noch statisch verstärken zu müssen, oder irgendwas ist da wirklich von der Produktionsseite her de facto alles möglich. Wir haben im Beginn des Jahres Apache gehabt, der einen, der einen kleinen Flieger in die Halle gebaut hat, also letztes Jahr Billy Eilish mit einer Wahnsinns Bühnen Produktion also.
Da geht schon einiges. Aber man muss eben das Angebot auch dementsprechend kommunizieren und verfügbar machen und halt das Image dementsprechend auch kommunizieren. Und der dritte Bereich ist das ganze Thema der Vermarktung, wo wir jetzt Akzente setzen, das heißt, wir wollen mehr und stärkere Partner für die Stadthalle gewinnen, Produktleistungsbereich im normalen Marketingbereich etc. Und da jetzt nicht nur. Sponsoring Pakete auflegen und sagen, es gibt jetzt da und dort Werbeflächen und Tickets, sondern wirklich Partnerschaften
eingehen, um da gegenseitig sich am das Image zu stärken und dann auch dementsprechend die Kunden, die zu uns kommen, besser abzuholen und auch besser serviceieren zu können. Und ich glaube mit diesem Maßnahmenmix bleiben wir eine attraktive und eine Top Arena in Europa. Dann sage ich, danke dir für diesen Podcast und wünsche dir. Bei dem, was du gerade beschrieben hast, viel Erfolg. Danke, sehr danke für die Einladung. Wenn dir diese Folge gefallen hat, Folge dem Podcast, Bewerte ihn und teile ihn mit Freunden. Ich freue mich immer über
Feedback bis zum nächsten Mal. Tschau